Kiera Allen

Wenn es um die Liebe geht, tut Kiera Allen fast alles. Zumindest folgt sie ihrem Freund Denny Harris – dem Australier mit dem herrlichen Akzent – vom ländlichen Ohio ins Tausende Kilometer entfernte Seattle. Ihre Eltern finden das ganz und gar nicht in Ordnung, aber Kiera hat ihren eigenen Kopf und verlässt das Familiennest. Sie ist Anfang 20, liebt Kaffee und findet sich nicht wirklich hübsch – jedenfalls nicht im Vergleich zu ihrer atemberaubend schönen Schwester. Aber da stellt Kiera wohl ihr Licht unter den Scheffel, denn die schlanke Frau mit den braunen Augen und den langen braunen Haaren zieht durchaus Männerblicke auf sich.

Für ihren Denny hat sie sich an der Seattle University of Washington eingeschrieben und freut sich auf die neue Stadt, eine ungestörte Zeit mit ihrem Liebsten und neue Freundschaften. Ach ja – und den neuen Mitbewohner, in dessen Haus sie einziehen werden. Ein alter Freund von Denny, den der während eines Austauschjahres in den USA kennengelernt hat. Dass der neue Mitbewohner der bestaussehendste Mann Seattles ist und darüber hinaus auch noch ein begnadeter Sänger einer tollen Band, weiß Kiera nicht.

Kaum sind Denny und Kiera in Seattle angekommen, ist Denny auch schon wieder weg. Was tut man nicht alles für eine Traumkarriere! Kiera reagiert erst mal ziemlich verzweifelt darauf – wie gut, dass es Ablenkung gibt. Sie hat schon einen Job als Bedienung in „Pete’s Bar“ gefunden und dort mit Jenny auch eine Freundin. Und Kellan verhält sich als Mitbewohner ihr gegenüber anständig und freundschaftlich.

Je mehr Zeit Kellan und Kiera allerdings miteinander verbringen, desto stärker werden ihre Gefühle füreinander – ganz zu schweigen von der erotischen Spannung.

Denny Harris

Wenn Kiera an Denny Harris denkt, ihren Freund, dann fällt ihr vor allem das Wort „schön“ ein. Sie weiß, dass sich das für einen Kerl seltsam anhört. Aber Denny ist eben nun mal zum Anbeißen: Für einen Mann ist er zwar nicht gerade groß, aber dafür knackig braun, durchtrainiert, um nicht zu sagen gestählt, und einfach zum Knuddeln mit seinen dunkelbraunen Augen, seinen dunklen Haaren und dem Dreitagebart, den er sich gern stehen lässt.

Als gebürtiger Australier spricht er für Amerikaner auch in einem herrlich abgefahrenen Akzent – den Kiera natürlich liebt. Aber Denny sieht nicht nur gut aus, er ist auch ein brillanter Kopf und wird, da ist sich Kiera sicher, schon bald Karriere im Bereich BWL und Marketing, seinen Studienfächern, machen. Auch Denny freut sich auf den Neuanfang in Seattle, sein Traumpraktikum dort und seinen alten Kumpel Kellan. Kellan und ihn verbindet eine tiefe Freundschaft: Denny hat Kellan damals aus einer schrecklichen Situation gerettet – dafür ist Kellan ihm auf ewig dankbar. Er hat Denny und Kiera ein großes Zimmer in seinem Häuschen in Seattle angeboten – zum Freundschaftspreis. Kennengelernt haben sich die Jungs während eines Austauschjahres in den USA, Denny lebte bei Kellans Familie.

Denny liebt Kiera von ganzem Herzen, doch als ihm, ein paar Wochen nach der Ankunft in Seattle, ein weiterer Karrieresprung angeboten wird, überlegt Denny nicht lange und sagt zu. Leider ist der Projektjob weit weg von Seattle – aber er soll ja nur zwei Monate dauern.

Kellan Kyle

Überirdisch! Kellan Kyle sieht einfach verboten gut aus – da sind sich alle Girls einig: Er ist groß, muskulös und mit seinen blauen Augen und der wilden, hellbraunen Mähne sorgt er bei so mancher Frau für Schnappatmung. Das kann sich zur Hysterie steigern, wenn er anfängt, mit seiner rauen, sexy Stimme zu singen. Dazu noch ein betörendes Lächeln und fertig ist der „Rockgott“. Kellans Band nennt sich die „D-Bags“ oder „Douchebags und bei manchem Bandmitglied scheint der Name Programm, so z. B. bei dem nervigen Macho Griffin.

Aber auch Kellan hat einen nicht wirklich guten Ruf: Der Womanizer scheint Frauen von der Bühne aus mit seinen Blicken auszuziehen und dabei bleibt es nicht. Dass er sich nicht wirklich anstrengen muss, die Mädels auch ins Bett zu bekommen, versteht sich – und so lässt er nichts anbrennen. Echte Gefühle sind bei diesen Affären oder One-Night-Stands nicht im Spiel – und niemand weiß, ob Kellan schon jemals verliebt war.

Doch es gibt auch eine andere Seite in Kellan. Wenn er es gerade nicht darauf anlegt, den nächsten Song so unverschämt anzüglich zu singen, dass prüde Naturen dunkelrot anlaufen, dann kann er auch sehr gefühlvoll sein. Sehr? Nein! Unglaublich gefühlvoll.

Diese Seite von Kellan lernt Kiera Allen auch gleich am ersten Abend in Seattle beim Auftritt in „Pete’s Bar“ kennen: Zuerst verschlägt es ihr den Atem, weil er so gut aussieht und dann ist sie hingerissen von der gefühlvollen Art, mit der Kellan eine Ballade zum Besten gibt. Er wirkt dabei sehr verletzlich und traurig. So, als ob ein tiefer Schmerz in quält … Ist es etwas aus seiner Vergangenheit, das Kellan nicht verarbeitet hat oder doch eine alte große Liebe?